Verfasst von: freimut | Juli 19, 2008

Rütlischwur 2008

Der 1. August naht und mit ihm auch die Frage, wie mit dem Schweizer Volksepos rund um die Bundsgründung 1291 umgegangen werden soll. Der im Frühling dieses Jahres gegründete Waldstätterbund (http://www.waldstätterbund.ch) liefert mit seinem neuesten Werk eine mehr als interessante Antwort. Der Film “Rütlischwur 2008 – Freiheit damals wie heute!” versteht alt Überliefertem eine zeitgemässe Bedeutung zu zumessen. Doch seht selbst:

Vertonter Filmtext:

In atemberaubender Schönheit liegt sie da, unsere Heimat, die Schweiz. Ob uns der See, ob uns die Berge scheiden, so sind wir doch eines Stammes, sind wir doch eines Blutes, und eine Heimat ist’s, aus der wir ziehn. Immer wieder war unser Volk bedroht von Knechtschaft und Tyrannei, doch war der Glaube an Freiheit stets grösser und mächtiger als all die fremden Heerscharen und das fremde Joch unter welches man uns zu zwingen versuchte. Für eben dieses Verlangen nach Selbstbestimmung steht damals wie heute die Heilige Wiese am Ufer des Vierwaldstättersees, das Rütli.

Wie unsere Väter ziehen auch wir zur heiligen Stätte um der Knechtschaft zu wehren. Obschon die Tyrannen von Heute weder Schild noch Schwert tragen, so wird uns doch Gewalt angetan. Unser Volk findet sich in grösster Not. In geistiger Umnachtung, der alten Bräuche, Sitten und Wissen beraubt, soll es klein gehalten werden. Immer mehr verlieren wir der Ahnen Kraft und werden unserer Triebe beschnitten. Frei wie unsere Väter waren, sind wir schon längst nicht mehr, doch lodert in uns noch immer das selbe Feuer. Die Glut unserer Herzen, entfacht den Freiheitsdrang wie eine Flamme der Höh empor.Denn eines sei gesagt: Euer Walten hat ein Ende, wir dulden keine Gewalt mehr, denn wir sind freie Menschen, freie Schweizer! Eine Grenze hat Tyrannenmacht: Wenn der Gedrückte nirgends Recht kann finden, Wenn unerträglich wird die Last – greift er hinauf getrosten Mutes in den Himmel und holt herunter seine ew’gen Rechte, die droben hangen, unveräusserlich und unzerbrechlich wie die Sterne selbst.

Wir stiften keinen neuen Bund, es ist ein uralt Bündnis nur von Väter Zeit, das wir erneuern! Wehret, Eidgenossen! Wehret dem Übel der Zeit, wehret eigener Gleichgültigkeit.


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